Endlich da! Methoden für die Inklusive Medienarbeit

Methoden für Inklusive MedienarbeitDas „Netzwerk Inklusion mit Medien“ (NIMM 2.0) ist bereits unser 5. gemeinsames Projekt: In dieser Zeit haben wir viel gelernt über Inklusion in der Medienarbeit. Aus eigenen Projekten und aus Projekten, die unsere Netzwerkpartner durchgeführt haben. Wir haben sehr davon profitiert, dass Andere ihr Wissen und ihre Erfahrungen mit uns geteilt haben! Dieses Wissen möchten wir weitergeben: Unsere Sammlung aus 15 Methoden für die Inklusive Medienarbeit ist jetzt bestellbar!
Die Methoden sollen als konkrete Arbeitshilfe und Inspirationsquelle für ganz eigene Ideen dienen. Wir möchten mit den Karten Lust auf ein flexibles, kreatives und prozessorientiertes Arbeiten machen, bei dem der Spaß und das gemeinsame Erleben in der Gruppe im Vordergrund stehen. Wir freuen uns, wenn wir Sie mit den Methoden zu eigenen inklusiven Projekten inspirieren können!

Inhalt der Mappe:

5 Themenkarten vermitteln grundlegendes Wissen. Sorgfältig recherchierte Links helfen, die Themen weiter zu vertiefen.

  • Inklusion: Welche Vorteile bieten inklusive Medienprojekte? Wie kann Inklusion gelingen? Wo finde ich Unterstützung?
  • Kommunikation: Was ist Leichte Sprache und welche Vorteile bietet Leichte Sprache in inklusiven Medienprojekten? Was ist bei Hörbehinderungen zu beachten, wie unterscheiden sich die Bedürfnisse Schwerhöriger und Gehörloser? Was ist Unterstützte Kommunikation und (wie) können auch Heranwachsende ohne Lautsprache in Medienprojekten mitwirken?
  • Audio-visuelle Medien: Vorteile von audio-visuellen Medien für inklusive Medienprojekte und beispielhafte Projekte. Kostenfreie Programme für die Bild- und Tonbearbeitung.
  • Unterstützende Technologien und Computerspiele: Unterstützende Technologien und Computerspiele ermöglichen Zugang zu digitalen Medien und Begegnungen auf Augenhöhe.
  • Soziale Medien: Soziale Netzwerke und Blogs bieten viele Chancen, gerade für Menschen mit Behinderung, bergen aber auch Risiken: Stichworte sind Selbstausdruck und Vernetzung vs. datenbewusster, sicherer und SOZIALER Umgang mit Neuen Medien.

 

10 Methodenkarten stellen Methoden vor, die wir direkt aus inklusiven Medienprojekten abgeleitet haben, die wir bzw. unsere Netzwerkpartner durchgeführt haben. Die Methoden sind also praxiserprobt und bewährt:

  • Selbstcheck – Auf zur Inklusion mit Medien!: Inklusion beginnt mit einem ersten Schritt. Anhand eines Fragebogens kann jede Einrichtung überprüfen, was sie in Sachen Inklusion bereits getan hat bzw. noch tun muss. Außerdem geben wir Tipps für die nächsten Schritte.
  • Inklusive Rollenspiele – Alle machen Film!: Wie gehe ich damit um, wenn jemand nicht hören, sehen, laufen, sprechen kann? Um Berührungsängste abzubauen, sind Rollenspiele eine beliebte Methode. In Verbindung mit einem kleinen Filmprojekt lassen sich bereits Handlungsempfehlungen für die inklusive (Medien-) Arbeit ableiten.
  • Schwere Sprache, Leichte Sprache!: Leichte-Sprache-Projekte sind prinzipiell schon inklusiv, da Menschen mit Lernschwierigkeiten hier als Text-Prüfende unverzichtbar sind.
  • Von Gebärdensprache bis Greenscreen – Ideen für inklusive Fotoprojekte: Fotoprojekte lassen sich einfach umsetzen und bieten viel Raum für eigene Kreativität. Mit der Greenscreen-Technik sind sehr überzeugende und witzige Ergebnisse möglich. Fotoprojekte sind auch geeignet, um für besondere Kommunikationsbedürfnisse, wie z. B. Gebärdensprache zu sensibilisieren.
  • Mein Tag – Kennenlernen mit Audio: Audioprojekte sind leicht realisierbar und daher besonders gut geeignet für inklusive Projekte, z. B. auch in Verbindung mit dem Thema „Kennenlernen“.
  • Praxis-Tipps für die inklusive Filmarbeit: Wie gehe ich damit um, wenn Menschen mit Sinnes- und Körperbehinderung oder Lernschwierigkeiten in Filmprojekten mitmachen? Worauf muss ich achten? Gibt es Möglichkeiten, die Behinderung kreativ in die Filmarbeit einzubinden?
  • Gaming inklusiv: Computerspiele begeistern alle – aber nicht jedes Computerspiel ist für jede/n zugänglich. Die Methode informiert über Barrieren in Computerspielen und eignet sich sehr gut als Sensibilisierungsmethode.
  • Alternative Steuerung basteln: MaKey MaKey ist ein Bastelset, mit dem eine Computersteuerung selbst gebaut werden kann. Damit ist das Bastelkit auch sehr gut geeignet, um an das Thema „Unterstützende Technologien“ heranzuführen, bei dem es ebenfalls darauf ankommt, individuell an unterschiedliche Bedürfnisse anpassbare Eingabetechnologien zu designen.
  • Mein Block – Mein Blog: Internet leicht gemacht: Methode, um Menschen mit Lernschwierigkeiten die Hypertextstruktur des Internets durch Basteln eines Blocks/ Blogs be“greifbar“ zu machen.
  • Realbook – Soziale Netzwerke real/isieren: Offline-Methode zum Kennenlernen sozialer Netzwerke, besonders geeignet für Kinder und Heranwachsende mit Lernschwierigkeiten, um den sicheren Umgang mit sozialen Netzwerken „trocken“ zu üben.

Die Methodenmappe kann über die Webseite der LAG Lokale Medienarbeit NRW e.V. gegen eine Schutzgebühr von 5 Euro bestellt werden. Hier geht’s zum Online-Bestellformular.

2 Kommentare zu “Endlich da! Methoden für die Inklusive Medienarbeit”

  1. Thorsten sagt:

    Hallo, klasse und danke für die tollen Karten. Ich stelle sie heute bei der Fortbildung “Kompetent für Inklusion” vor und wir werden die Methode “Mein Tag Kennenlernen mit Audio” durchführen.
    Liebe Grüße aus Karlsruhe und danke für ihre Pionierarbeit!

    • Carola Werning sagt:

      Hallo Thorsten,

      vielen Dank für das nette Feedback und schön, dass die Karten gut ankommen. Leite ich gleich mal weiter an die Autorin ;-)

      Beste Grüße,
      Carola Werning/ Redaktion

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