Oberfläche von Flickgame

Tool-Tipp: Flickgame

Von Fred Rößler, barrierefrei kommunizieren!/ Medienkompetenzzentrum Mitte

Nachdem wir im letzten Tool-Tipp bereits eine Möglichkeit vorgestellt haben, gemeinsame Erzählungen mit Padlet zu erstellen, bleiben wir heute weiter beim Thema Geschichten und möchten eine Möglichkeit aufzeigen, digitale Bildgeschichten zu gestalten: Flickgame ist ein kostenloses browserbasiertes Tool, welches das Erstellen von kleinen interaktiven Geschichten ermöglicht. Diese Bildgeschichten können entweder linear oder als eine Art einfache Entscheidungsgeschichte gestaltet werden, sodass so etwas wie ein einfaches Point-and-Click-Computerspiel entsteht. Zweiteres Szenario kann auch super als niedrigschwelliger und praktischer Einstieg in die Welt des Game-Design gestaltet werden. Im Vergleich zum Tool „Twine“ können hier auch Teilnehmende Entscheidungsgeschichten gestalten, die nicht schreiben können oder möchten. 

Link zu Flickgame: www.flickgame.org

Wie geht’s?

Oberfläche von FlickgameDie Oberfläche von Flickgame ist sehr übersichtlich und erinnert an ein einfaches Zeichenprogramm.  In der Mitte befindet sich die Zeichenfläche. Hiermit können bis zu 16 Bilder gestaltet werden, aus welchen sich eine fertige Geschichte zusammensetzt. Eine Übersicht über die erstellten Zeichnungen bietet eine Leiste links neben der Zeichenfläche. Diese wird auch genutzt, um zwischen den verschiedenen Zeichnungen zu navigieren. Die verfügbaren Werkzeuge sind überschaubar: Es gibt einen Stift in verschiedenen Dicken sowie einen Farbeimer, um Flächen zu füllen. Werkzeuge werden in der Werkzeugleiste rechts neben der Zeichenfläche ausgewählt. Einen Radiergummi gibt es nicht. Es kann entweder die komplette Zeichnung gelöscht werden (X-Symbol in der Werkzeugleiste) oder der letzte Schritte rückgängig gemacht werden (Symbol mit gebogenem Pfeil am oberen Rand). Die aktuelle Zeichenfarbe kann in einer Leiste am unteren Rand eingestellt werden. Einen Titel kann man in einem Textfeld am oberen Rand festlegen.

Oberfläche von FlickgameSoweit so gut. Der eigentliche Clou von Flickgame besteht jedoch in der Verlinkung der erstellten Bilder untereinander: Erst durch die Verbindung der verschiedenen Bilder entsteht eine Geschichte. Dies geschieht mit Hilfe der unterschiedlichen Farben. In jedem Bild kann festgelegt werden, welche Farben zu welchem Bild führen. Ein Klick auf ein Bildelement in der jeweiligen Farbe, führt dann zu einer weiteren Zeichnung. Dafür kann den Farben in der unteren Leiste ein Wert zwischen 1 und 16 zugewiesen werden. Der Wert steht für die jeweilige Bildnummer und stellt eine Verlinkung dar.

Fertige Geschichten können mithilfe der Option “export” als HTML-Datei heruntergeladen werden. Diese HTML-Datei kann über einen Browser geöffnet werden und ermöglicht das Abspielen der digitalen Bildgeschichte. Zum Abspielen ist keine Internetverbindung mehr notwendig.

Für Alle, die sich das ganze lieber als Video ansehen möchten, gibt es hier noch ein Tutorial der LAG Jugend & Film Niedersachen e. V.

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