Sein gegen Liebe: Videowettbewerbworkshop bei NOCASE im Rahmen von Nimm! on Tour

Screenshot des Films: 2 Mädchen im Profi schauen sich innig die Augen„Willst Du die Hauptrolle in Deinem eigenen Film spielen? Mit Deinen Freunden ein Drehbuch schreiben? Einmal Regisseur sein und eine spannende Geschichte erzählen? Ein Thema verfilmen, dass Dich schon immer interessiert hat?“, so die NOCASE inklusive Filmproduktion gGmbH auf ihrer Webseite an alle Teilnahmeinteressierten ihres inklusiven Filmworkshop, den NOCASE – inklusive Untertitelung des fertigen Filmes – durchgeführt hat. „Zwei Teams – Zwei Filme – Wer hat die meisten Klicks im Web?“: Durchgeführt wurde der Workshop im Stil eines Videowettbewerbs. Über die Produktion der 99 Sekunden langen Filme berichten Claudia Schmoldt und Melanie Erven von NOCASE:

„Im Vorfeld des Projektes machten wir Werbung,  z. B. über das Jugendamt und in lokalen Therapiezentren. Da wir die Gruppenstärke nicht zu groß werden lassen wollten, stoppten wir bei zehn Teilnehmern. Die Gruppen setzte sich aus Teilnehmenden mit und ohne Behinderung zusammen: viele Jugendliche aus dem Autismus Spektrum sowie einige mit mit geistigen Behinderungen. Weil der Workshop im Wettbewerbsstil stattfand, waren beide Teams hochmotiviert. Da wir ihnen eine neue Form der filmischen Umsetzung (z. B. durch Trickszenen) und die Behandlung interessanter Themen boten, fanden spannende Gespräche und eine tolle Zusammenarbeit statt. Die Oberthemen „Liebe“ und „Sein“ waren dabei vorgegeben – dies kommt insbesondere Heranwachsenden mit Autismus entgegen, die behinderungsbedingt Schwierigkeiten haben, Entscheidungen zu treffen. Jede Gruppe setzte sich mit Hilfe des Internets und eigenen Vorstellungen mit dem Thema auseinander. Es entstand eine Story. Im Anschluss machten sich die Teilnehmenden auf die Suche nach „Bildern“ bzw. visuellen Entsprechungen für ihre Aufbereitung des Themas und erstellten damit ein Storyboard.

Screenshot aus dem Film Dasein: Ein zusammengesunkener Bettler vor einem KircheneingangDas pädagogische Team übernahm auch die Rollenverteilung (Schauspieler, Kamera, Ton, Licht etc.…) und erst als das Drehbuch von jedem Teilnehmer verstanden wurde, machte sich das Filmteam auf den Weg zum gemeinsam gewählten Drehort. Die Regie in dem Film „Dasein-Wegsein“ übernahm mit Anleitung Jan, im Film „Liebe“ übernahm Kameramann Benedikt ebenfalls die Regie. Nach vier Stunden konzentrierter Arbeit und Mittagspause, machten sich die Teams erneut an die Arbeit und hatten nun ein gemeinsames Ziel: Noch so viel wie möglich in den Kasten zu bekommen…

Am zweiten Workshoptag waren alle Teilnehmer erneut hochmotiviert anwesend. Die noch fehlenden Aufnahmen wurden nachgedreht. Danach machten sich die Gruppen daran, das vorhandene Filmmaterial zu sichten. Diese Arbeit begeisterte nicht jeden, so dass nur ein kleiner Kreis an den Schnittarbeiten beteiligt war. Die übrigen Filmemacher beschäftigten sich mit einer neuen Filmidee und hatten jederzeit die Möglichkeit den Schnittplatz, je nach Ausdauer, zu besuchen. Die jugendlichen Filmemacher, Pädagoginnen und Pädagogen: Alle zusammen haben die erarbeiteten Themen wirklich toll umgesetzt. Wunderbare Filme mit Witz, aber auch Tiefgang sind entstanden.  Besonders stolz sind unsere Jugendlichen, dass der Film „Dasein Wegsein“ von nrwision, dem TV-Lernsender für Nordrhein-Westfalen, zum Tipp der Woche ausgewählt wurde.“

 

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