Zwei Paar Hände halten die Buchstaben OT vor eine Backsteinwand, darunter die Aufschrift: "Jugendaccount"

Ohmstraße goes Insta

Herbstferienprojekt in der Inklusiven OT Ohmstraße. Von Bianca Rilinger

Was kann man mit Instagram machen – und was geht gar nicht? Hier geht’s zum Instagram-Erklärfilm der Inklusiven OT Ohmstraße auf der Jugendplattform deine.inklusive-medienarbeit.de!

Zwei Jugendliche mit iPads und MundschutzIn den Herbstferien 2020 war es endlich soweit: Die Jugendlichen der Inklusiven OT Ohmstraße haben auf diese Ferien hingefiebert, denn sie bekamen ihren eigenen Instagram-Jugendaccount. Ziel des Accounts ist es, den Jugendlichen eine Plattform zu bieten, auf der sie eigenverantwortlich im Team über ihren OT-Alltag berichten können. Wie alle Angebote der Inklusiven OT Ohmstraße war auch dieser dreitägige Workshop – für den sich sechs Jugendliche angemeldet haben – geöffnet für ALLE Jugendlichen mit und ohne Behinderungen ab 12 Jahren.

Zwei Mädchen vor iPadsZunächst tauschten wir uns über die Faszination Instagram mit all seinen Möglichkeiten in der Foto- und Videogestaltung aus und beschäftigten uns intensiv mit der Story-Funktion. Gemeinsam erstellten wir ein Plakat mit den Möglichkeiten von Instagram. Dabei wurden den Teilnehmenden aber auch negative Aspekte deutlich. Ein Aspekt war, „dass wirklich jeder Mensch auf dieser Welt, der Instagram hat, sehen kann, was ich hier mache, wenn mein Profil öffentlich ist“. Als Übung dazu teilten wir ein Foto in der Story der OT-Seite. Eine der Teilnehmer*innen machte davon einen Screenshot. Wir löschten das Bild wieder aus der Story, aber die Teilnehmerin hatte weiterhin das Bild auf ihrem Handy – und könnte so das Bild weiterverbreiten.

Jugendliche im Instagram-ProjektDann gingen wir gemeinsam nach draußen. In einem Rollenspiel ließ ich die Teilnehmer*innen unter bestimmten Voraussetzungen durch eine Tür in einen Raum gehen. Diese Übung symbolisierte die Unterschiede zwischen privaten und öffentlichen Account. Nachdem die Frage auftauchte, welche Regeln es eigentlich für Instagram gibt, suchten wir gemeinsam im Internet nach den Richtlinien. Weil die wirklich „total kompliziert geschrieben waren“, fassten wir sie als „Dos & Don’ts“ auf einem Plakat zusammen und drehten zu den wichtigsten Punkten ein Video.

Mädchen vor der KameraFür den nächsten Tag planten wir dann die neue OT-Instagram-Jugendseite. Dazu überlegten sich die Teilnehmenden, wie der Account aussehen soll, welche Inhalte sie veröffentlichen wollen und besonders wichtig: Wie sie heißen sollen. So starteten wir am zweiten Projekttag mit der Erstellung von Videos, Texten und Fotos für die neue Instagram-Seite. Die Gruppe teilte sich dazu in Zweiergruppen mit unterschiedlichen Aufgaben. So entstanden:

  • die „Gamebros“, die über coole Spiele berichten,
  • „Das geht ab“ berichtete über die Medienwoche in der Ohmstraße und die
  • „Infocrew“ sammelte die wichtigsten Infos zur OT zusammen.

Instagram-RegelnAls alle Produkte am dritten Projekttag fertig waren, kam der große Augenblick. Wir erstellten gemeinsam eine „Ohmstraße goes Insta“-Seite und konnten direkt alle Videos und Storys hochladen. Weil die Instagram-Seite aber mit viel Verantwortung verbunden ist und gegenseitigem Vertrauen, erarbeitete die Gruppe einen Vertrag, der von allen Gruppenteilnehmer*innen unterschrieben wurde. Eine Regel ist beispielsweise, dass Beiträge eine Kennzeichnung erhalten, wer diese veröffentlicht hat. Hierzu hat sich jedes Gruppenmitglied einen eigenen Emoji ausgesucht. Ebenso haben wir ein iPad als Instagram-iPad eingerichtet, welches nur von der „Instagram-Truppe“ ausgeliehen und genutzt werden darf.

 

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