Im Sommercamp 2019 sind die Medien los

 

Kinder erstellen Comic am Tablet

Von Melanie Leusch, Inklusive OT Ohmstraße.

In der zweiten Sommerferienwoche fand auf dem Kirchenhügel Finkenberg das berühmte Sommercamp Finkenhoven zum Thema “1001 Nacht“ statt – ein Ferienangebot für Kinder im Alter von 6 bis 12 Jahren der Porzer Stadtteile Finkenberg und Gremberghoven.

Das coole an dieser Aktion war, dass wir uns nicht auf ein Medienprodukt festlegen mussten, sondern genügend Zeit für einen großen Comic und ein Hörspiel war. Die Jugendlichen haben sich jeden Tag bereits in frühen Morgenstunden für den Medienworkshop entschieden, weshalb sich schnell eine feste Gruppe herauskristallisiert hatte. Als Erstes war der Comic an der Reihe. Beim gemeinsamen Brainstorming zum Thema „1001 Nacht“ wurde sich schnell auf eine Storyline über einen fliegenden Teppich geeinigt. „Wie wär es denn, wenn wir die Fotobearbeitung mit dem Greenscreen machen?“, fragte Lennert und konnte damit die ganze Gruppe auf seine Seite ziehen. Nachdem wir große grüne Tonpapierstücke aneinander geklebt hatten, um so einen Greenscreen zu simulieren, konnten wir damit loslegen, die Fotos die den fliegenden Teppich darstellen, zu schießen.  Im Anschluss suchten die Teilnehmenden ein Layout in der App Comic Life 3 aus, sortierten die Bilder, fügten diese ein und beschrifteten die Sprechblasen der Story.  Zum Schluss druckten wir den Comic auf DIN4 Seiten aus, laminierten diese und hängten diese girlandenförmig für alle sichtbar auf.

„Melanie, wann machen wir endlich das Hörspiel?“ fragte einer der Teilnehmenden und zeigte hektisch auf das externe iPad-Mikrofon. Weil die Woche schon ziemlich fortgeschritten war, gab die medienpädagogische Leitung den Rahmentext vor, so dass die Teilnehmenden mehr Zeit für die Aufnahmen und Schnitt hatten. Als erstes gab es eine kleine Einführung in das Medium „Hörspiel“: Die Teilnehmenden sollten dabei Geräusche selbst aufnehmen und diese als kleines Ratespiel der Gruppe vorspielen. Damit konnten auch gleich die Feinheiten – wie zum Beispiel der Sprechabstand zum Mikrofon oder die Lautstärke für eine erfolgreiche Aufnahme – geklärt werden. Schließlich verteilten die Teilnehmenden die Rollen untereinander und die Aufnahmen konnten im Multimedia-Raum der OT Arche Nova beginnen.

Die ersten Aufnahmen zur „Geschichte des Quatsch machenden Dschinnis“ waren im Kasten, sodass wir entschieden diese erst einmal zurecht zu schneiden und mit Zahlen zu kennzeichnen. So hatten wir es am nächsten Tag einfacher, die einzelnen Frequenzen zu sortieren. Einen Tag verbrachte die Gruppe damit, alle Frequenzen aufzunehmen, zu schneiden und zu sortieren. „Jetzt brauche ich aber echt mal Ruhe“, sagte eine der Teilnehmer*innen und lehnte sich im großen Sessel nach hinten. Gemeinsam beschlossen wir das Schneiden am nächsten Tag zu beginnen, um die von den 40 Grad erhitzen Köpfe abzukühlen. Am nächsten Tag und in alter Frische setzten wir uns an den Schreibtisch und schnitten die Frequenzen in kostenfreien Schnitt-Programm Audacity zusammen. „Gleich haben wir es endlich geschafft“, schrie einer der Teilnehmenden und zog eine Tonspur in die Nächste. So arbeitete die Gruppe den halben Tag Hand in Hand und schnitt das 4:30 Minuten lange
Hörspiel zusammen.

Zum Schluss setzten wir uns zusammen an den Tisch und reflektierten die letzten Tage, indem wir uns nochmals unseren sechsseitigen Comic anschauten und unser Hörspiel  über einen Quatsch machenden Dschinni erneut anhörten. „Das war sooooooooooo witzig“ rief einer der Teilnehmenden und alle stimmten zu. Anhand des Austauschs und der Reaktionen der Teilnehmenden lässt sich abschließend zusammenfassen, dass die Tage mit unterschiedlicher Mediennutzung definitiv zu einem Wissensgewinn seitens der Teilnehmer*innen im Bereich Comicerstellung und Hörspiele, beigetragen haben.

Und hier geht’s zum Comic und Hörspiel rund ums Motto „1001 Nacht“.

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