Mikrofon, Kopfhörer und Sprechertexte

Hörspiel

Inklusiver Jugendworkshop bei NOCASE. Von Claudia Schmoldt

In diesem inklusiven Hörspielprojekt hatten die jungen Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Möglichkeit, gemeinsam eigene Ideen zu entwickeln und umzusetzen. Dabei spielten die Themen Covid19- Pandemie und Gewalt eine entscheidende Rolle. Anhand des Mediums Hörspiel sollte bei den Teilnehmenden das Verständnis für das Medium Hörspiel geweckt werden. Außerdem setzten sie sich kritisch mit gesellschaftlichen Themen auseinander, indem sie selbst recherchierten und die Inhalte aufarbeiteten. Die Jugendlichen hatten die Möglichkeit, die verschiedenen Bereiche rund um das Thema Hörspiel intensiv kennenzulernen und selbst auszuprobieren: Schreiben des Drehbuchs, Projektplanung, Schauspiel und technische Aspekte. Auch der Umgang miteinander stand im Fokus: Medienarbeit ist Teamarbeit, durch gemeinsames Miteinander werden bessere Ergebnisse erzielt. Unstimmigkeiten wurden in der Gruppe diskutiert und Vorgehensweisen gemeinsam besprochen. 

Projektbeschreibung

Da persönliche Treffen aufgrund der Covid19-Pandemie nur sehr eingeschränkt möglich waren, musste das Konzept  anpasst werden: Die Projektteilnehmenden entschieden sich für Telefonate. Als Plattform wurde Google Hangouts genutzt und die Gespräche wurden mit dem Einverständnis der Teilnehmer*innen aufgenommen. Zu Beginn des Projekts wurden die Teilnehmenden interviewt und nach ihren Erfahrungen, Wünschen, Hoffnungen und Ängsten befragt. Dabei kamen circa vier Stunden Audiomaterial zusammen, welches dann genutzt wurde, um das Gehörte zu kommentieren, zu lenken und zu erklären. Die Teilnehmenden haben dann eine Geschichte, den Schauplatz – ein Mehrparteienhaus – und die Charaktere mit ihren individuelle Geschichten, Eigenschaften, Wünsche und Ängste festgelegt. Die Teilnehmer*innen haben sich  ihre Rollen ausgesucht und auf Basis der zuvor festgelegten Eigenschaften gespielt. Die Struktur wurde gemeinsam erarbeitet: Zuerst wurde die Geschichte in verschiedene Abschnitte eingeteilt und dann die entsprechenden Effekte besprochen.

Fazit

Alle waren sehr motiviert und haben fantastisch mitgearbeitet! Deutlich wurde bei dem Projekt vor allem der Wunsch nach Kontakt – und durch das angepasste Projektkonzept konnten genau Möglichkeiten genutzt werden, um während der Covid19-Pandemie in Kontakt zu bleiben. Dadurch war das Projektteam in der Lage ein aktuelles Bild der pandemischen Situation zu zeichnen. Das Hörspiel kann als Covid19-Pandemie-Zeitzeugenquelle gesehen und genutzt werden: Auch in Bezug auf das Thema Gefahr durch Gewalt in der Familie. Besonders gelungen und eine große Bereicherung war, dass die Teilnehmer*innen aus verschiedenen Regionen (Köln, Düren, Aachen, Essen, Dortmund und Düsseldorf) zusammenarbeiten konnten. So entstand ein überregionales Gemeinschaftsprojekt – trotz Corona, trotz Social-Distancing.

Das Hörspiel kann auf unserer Jugendplattform deine.inklusive-medienarbeit.de gehört werden!

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