Dein eigenes YouTube Video

Film wird auf iPad geschnitten

Entstanden im Rahmen der Weiterbildung Inklusive Medienarbeit. Von Ines Nadrowski

Das Projektplakat zum Herunterladen

Projektdurchführende
Ines Nadrowski

Einrichtung in der ich tätig bin
ProMädchen Mädchenhaus Düsseldorf e.V.

Das mache ich dort
Offener Mädchentreff Leyla, Medienpädagogik

Ich habe an der Weiterbildung teilgenommen, weil …
… ich mehr Skills für meine medienpädagogische Arbeit sammeln wollte und ich mich gerade über den inklusiven Aspekt der Medienpädagogik austauschen wollte.

Das nehme ich aus der Weiterbildung/ meinem Projekt mit und möchte ich in Zukunft weiter umsetzen
Ich nehme sehr viele Projektideen und Wissen über Programme, Apps und Geräte mit. Ich bin viel sensibilisierter für inklusive Aspekte und kenne tolle technische Optionen für verschiedene Behinderungen, die hoffentlich bald in unserem Mädchentreff mit Medienschwerpunkt integriert werden. Außerdem war der Austausch mit den vielen netten Leuten sehr bereichernd.

Das haben wir gemacht
An zwei Tagen hatten die Projektteilnehmerinnen die Gelegenheit ihr eigenes YouTube-Video zu drehen. Hierfür haben wir uns zunächst mit verschiedenen Kanälen und Videos der Plattform beschäftigt und einige pädagogisch sinnvolle Kanäle und YouTuber*innen vorgestellt. Wichtig war hierbei für uns Beispiele zu zeigen, die nicht das typische Mädchenklischee von Schminken und Klamotten bedienen. Im Anschluss ging es an die Produktion. Die TN machten kleine Videos von sich selbst im YouTube-Stil. Sie lernten die Funktionen von iMovie am iPad. Am Ende des Tages haben wir das Thema für das große YouTube-Video ausgesucht und Aufgaben verteilt. Nachdem die TN am zweiten Tag ihr Video fertiggestellt hatten, wurde alles gemeinsam angeschaut und die TN haben den Clip mit nach Hause genommen. Nebenbei wurde noch ein Trailer gedreht.

Ziele aus meinem Konzept:

  • Beschäftigung mit dem Medium YouTube
  • Den YouTube-Konsum der TN kennenlernen
  • Die TN kommen vom passiven Konsum in die
    Produktion
  • technische Aspekte lernen (mit Tablet umgehen, wie schneide ich etc.)
  • TN beschäftigen sich mit Gefahren und deren Vorbeugung in digitalen Medien
  • TN beschäftigen sich mit Body Positivity
  • TN beschäftigen sich mit Fake News
  • TN spüren Selbstwirksamkeit, weil sie in so kurzer Zeit ein Video
    gemacht haben
  • TN haben einen positives Gruppenprozess
    erlebt

Das lief besonders gut
Die Mädchen haben alle gut und engagiert mitgemacht und nur zwei waren kamerascheu. Diese hatten aber besonders viel Spaß und Interesse am Schneiden. Ich denke, dass es so gut funktioniert hat, da wir direkt am Anfang beschlossen haben, das Video nicht zu veröffentlichen. Außerdem konnten die Mädchen Themen ihrer eigenen Lebenswelt mit einbringen. Sicherheit im öffentlichen Raum ist eine große Sorge von Mädchen in dem Alter.

Das waren Stolpersteine
Das gegenseitige Zeigen von YouTube-Videos lief überhaupt nicht so, wie ich mir das vorgestellt hatte. Ich dachte, dass wir mit Vorschlägen überrannt werden, jedoch war dem nicht so. Leider hatten die Mädchen wenige Ideen, welche Videos sie uns vorstellen könnten. Es wurden meist eher Clips aus dem Fernsehen gezeigt, die auch einen YouTube-Kanal haben, aber sehr wenige YouTuber*innen oder Influencer. Schwierig war auch wieder mal die technische Umsetzung, wie z.B. den Film von den Tablets auf einen PC zu übertragen. Dies nimmt sehr viel Zeit in Anspruch, weswegen ich empfehle, großzügig mit der Zeit zu planen.

Anzahl der Teilnehmenden: 12
Alter der Teilnehmenden: 10-16 Jahre
Dauer: 2 x 4,5 Stunden
Hauptmedium: iMovie

KategorienAllgemein