Zwei Mädchen benutzen ein Tablet

Meine Figur – Meine Geschichte

Ein Praxisbericht von ProMädchen

In den Frühlingsferien 2026 wurden die Besucher*innen des Mädchen*treffs Leyla kreativ. Vom 7. bis 8. April fand ein inklusives Angebot statt, an dem fünf Mädchen* im Alter von 11 bis 18 Jahren teilnahmen, darunter zwei Mädchen* mit Inklusionsbedarf. Die Teilnehmenden konnten eigene Geschichten und die dazugehörigen Figuren entwickeln und ihrer Kreativität freien Lauf lassen.

Start

Der erste Projekttag begann mit einer Kennenlernrunde, damit sich die Gruppe zunächst untereinander kennenlernen konnte. Anschließend hatten die Mädchen* im Rahmen eines Bedürfnischecks die Möglichkeit, ihre Wünsche für den Tag zu äußern und besondere Bedürfnisse anzusprechen – zum Beispiel: „Ich muss mich zwischendurch einmal ausruhen.“ Auch am zweiten Tag begann das Angebot mit einem gemeinsamen Bedürfnischeck. Zu Beginn der Projekttage wurde den Teilnehmenden erklärt, wie sie mithilfe eines Storyboards ihre eigene Geschichte entwickeln können.

Beginn

Die Mädchen* konnten ihre Geschichten sowohl schreiben als auch malen. Dadurch wurde das Angebot inklusiver gestaltet, da keine der Teilnehmenden schreiben können musste. Allein oder in kleinen Gruppen wurden Geschichten erdacht und Figuren entwickelt. In den Storyboards konnten die Mädchen* ihre kreativ gestalteten Szenen festhalten und überlegen, welche Figuren darin vorkommen und was passieren soll.

Pause

Bevor an den Geschichten weitergearbeitet wurde, konnten sich die Teilnehmenden bei einem gemeinsamen Mittagessen ausruhen und neue Energie tanken. Beim Essen und gemütlichen Beisammensein wurden weitere Ideen gesammelt und ausgetauscht.

Heiße Phase

Die Geschichten wurden weiterentwickelt, neue Szenen gemalt und Figuren gestaltet. Zusätzlich konnten die Mädchen* Kostüme planen, die sie für den zweiten Projekttag benötigen würden.

Kostümkiste mit Perücken und Verkleidung

Der letzte Schliff

Am zweiten Tag wurden die letzten Feinheiten ausgearbeitet. Weitere Szenen wurden ergänzt und die Teilnehmenden konnten ihre Kostüme zusammenstellen. Einige Elemente wurden kreativ gebastelt, andere fanden sich in der Kostümkiste des Mädchen*treffs. Zum Abschluss wählten die Mädchen Szenen aus, die sie fotografisch darstellen wollten. Dafür wurden mit viel Engagement passende Hintergründe gebastelt, vor denen sie sich anschließend in Szene setzten. Mithilfe einer Ringleuchte wurden die Mädchen* fotografiert, und die ausgewählten Bilder direkt mit einem Fotodrucker ausgedruckt.

Ein Projekt voller Kreativität

Die Teilnehmenden konnten tolle Werke mit nach Hause nehmen und zwei kreative Tage voller neuer Geschichten erfolgreich abschließen. Die unterschiedlichen Möglichkeiten, ihre Geschichten zu entwickeln und zu gestalten, waren besonders wichtig, damit die Mädchen* ihre eigenen Wünsche, Ideen und Fähigkeiten einbringen konnten.

Bild: Mediaphotos/Adobe Stock