Roboter programmieren im HiP. Mit André Naujoks und Birgitt Nehring von barrierefrei kommunizieren! Bonn

Mbot: Programmierbares RoboterfahrzeugVom 26.03. bis 29.03.2018 haben wir in Kooperation mit der Bonn-Beuler Jugendeinrichtung HiP  einen Roboter-Programmierworkshop durchgeführt. Sechs Kinder im Alter von 9 bis 11 haben teilgenommen. Einfach und schnell programmieren lernen …so haben wir die Einladung formuliert und nicht nur die Kinder waren gespannt auf den Workshop, sondern auch wir!

Scratch-Beispiel auf dem BeamerDas Thema Programmieren spielerisch mit Scratch erlernen ist der neue Projektschwerpunkt von barrierefrei kommunizieren! 2018 im Rahmen von „Gemeinsam in die Zukunft“. Dabei sollen die Kinder und Jugendlichen kleine Roboter so programmieren, dass sie bestimmte Aktionen ausführen. So können Heranwachsende spielerisch lernen, wie digitale Systeme grundlegend funktionieren: Was geschieht eigentlich im Hintergrund, wenn ich die Benutzeroberfläche bediene und mit der Maus klicke? Welche Befehle werden in der Programmierung ausgeführt? Was ist ein Quellcode? Was sind Schleifen? Zur Roboterprogrammierung arbeiten wir mit sogenannten Mbots. Mbots sind programmierbare Roboter, die Kinder einfach (z. B. zu einem Fahrzeug) zusammenbauen und programmieren können. Der Mbot hat den großen Vorteil, dass er mit der auf einem Baukastensystem bestehenden, visuellen Programmiersprache Scratch auch für Kinder ohne Vorwissen programmierbar ist.

Kinder programmieren am ComputerMontag um 10 Uhr geht es los und die Jugendlichen stehen schon vor Beginn des Kurses vor der Tür vom HiP … trotz Osterferien. Fünf Jungen und ein Mädchen im Alter von 9 bis 11 Jahren nehmen teil. Nach kurzer Vorstellungsrunde haben wir die Oberfläche von Scratch kurz erklärt und die Begriffe wie Bühne, Figuren, Blöcke usw. erläutert. Keine große Theorie war unser Motto, sondern probieren geht über studieren. Das hat sich als richtig erwiesen, denn die Kinder haben eifrig die Scratch-Figuren laufen, tanzen, sprechen und sich drehen lassen. Spielerisch und kreativ probierten die Kinder Scratch aus. In der Vorbereitung des Workshops haben wir kleine Skripte erstellt, die Montag und Dienstag nachgebaut wurden. Als nächstes wurde dann nach „Anleitung“ eine Geburtstagskarte animiert.

Kinder programmierenAm Dienstag wurden wieder programmiert, die nächste Aufgabe war „Unterwasserwelt“ – ein Spiel. Hier wurde die Programmierung etwas erweitert. Es zeigte sich, dass die fertigen Anleitungen für manche Kinder sehr wichtig waren. Sprachbarrieren und auch Verständnisbarrieren konnten so abgebaut werden. Ein eigenes Skript schreiben fiel den meisten nicht schwer, aber manche Fehler im logischen Aufbau zeigten sich dann unmittelbar. Wie baue ich ein Skript logisch auf und wie setzte ich die Befehlsklötze richtig ineinander? Manche der Kinder benötigten dabei mehr Erklärungen und Unterstützung. Insofern waren die fertigen Skripte sehr hilfreich. Danach ging es endlich los mit dem Zusammenbauen der Mbots. Darauf haben alle schon sehnsüchtig gewartet und es wurde eifrig geschraubt, teils alleine, teils mit Hilfe. Jedes Kind konnte sich dann für „seinen“ Mbot einen Namen überlegen, so dass jeder seinen Mbot im Spiel auch wiederfinden konnte. Das war für den Dienstag fast die größte Herausforderung, denn jeder wollte natürlich den ultimativ coolen Namen finden. So wurden aus 6 Mbots: Bob, Flo, Link, Moover, Aras, Robben. 🙂

Mbot fährt auf vorgegebener schwarzer BodenlinieMittwoch wurde dann ausschließlich mit der Programmierung der Mbots gearbeitet. Auf den Boden wurden kleine Straßen und Kurven geklebt und die Mbots sollten gemäß den Programmierbefehlen den Linien folgen oder im Kreis fahren. Eifrig wurden die fertigen Skripte auf den Mbot geladen und praktisch auf dem Boden getestet. Die Linienfolgesensoren wurden programmiert und die drei Stunden vergingen wie im Flug. Spaß und Spannung war groß … fährt mein Mbot, so wie ich es wollte? Nun wurden die Skripte länger und länger und der Fantasie waren keine Grenzen gesetzt. Donnerstag war der letzte Tag und es wurden die Ultraschallsensoren programmiert. Bei einem Hindernis sollte der Mbot ausweichen und in eine andere Richtung drehen. Es wurde dann eine Spielfläche mit Begrenzung aufgebaut und derjenige Mbot der am längsten im Spielfeld fuhr hatte gewonnen. Hier zeigte sich, dass die Jungen sich zu sehr an der Geschwindigkeit erfreuten und ihre Mbots dadurch leider schneller aus dem Rennen waren.:-)

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