Cybergrooming, KI und Co.
Wie befähigen wir Jugendliche, sich im digitalen Raum selbst zu schützen? Wie kann Prävention wirksam gestaltet werden? Und wie gelingt das inklusiv? Diesen und weiteren Fragen widmete sich der Praxistag des Netzwerk Inklusion mit Medien am 11. März 2026 in der Inklusiven OT Ohmstraße in Köln-Porz. Bereits zum dritten Mal bekamen Fachkräfte in diesem Rahmen Raum, sich mit Inklusion in der Jugendmedienarbeit auseinanderzusetzen und Erfahrungen zu teilen – diesmal mit dem Schwerpunkt Cybergrooming, KI und Co. Aber auch kreative Formate bildeten wieder einen großen Teil des Programms.
Den inhaltlichen Auftakt übernahm Silke Knabenschuh von der Arbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz (AJS) NRW mit Wissensgrundlagen und inklusive Perspektiven auf das Thema Cybergrooming. Im Anschluss hatten die Teilnehmenden in zwei Praxisphasen die Möglichkeit, fünf Mit-Mach-Stationen zu durchlaufen, ihr Wissen zu vertiefen und Methoden direkt zu erproben. Ganz im Sinne des Mottos: „Aus der Praxis – für die Praxis“.

Im Workshop zur Prävention von Cybergrooming – geleitet durch Bianca Rilinger (Leitung Offene Kinder- und Jugendarbeit HOT Porz gGmbH) – standen erprobte praktische Methoden über inklusive Ansätze im Mittelpunkt.
Parallel dazu vermittelte Medienpädagogin Melanie Leusch Strategien im Umgang mit KI-generierten Inhalten: Wie lassen sich manipulierte Bilder noch erkennen? Und wie kann diese Kompetenz mit anschaulichen Methoden an Jugendliche vermittelt werden?
Ein Erlebnisparcours von Susanne Böhmig und Carola Werning (Technische Jugendfreizeit- und Bildungsgesellschaft (tjfbg) gGmbH) lud dazu ein, Barrierefreiheit an vielen verschiedenen Tools spielerisch zu erfahren.




Beim inklusiven Storytelling – begleitet von André Naujoks und Dilar Hamo von barrierefrei kommunizieren! aus Bonn – konnten inklusive Zugänge zur kreativen Medienproduktion von digitalen Büchern und Geschichten in vielfältigen Formen erprobt werden.
An der Gaming-Station von Sven Radtke und Martin Profft (Fachstelle für Jugendmedienkultur NRW (fjmk)) testeten die Teilnehmenden Technologien, die Spiele für alle zugänglich machen und erfuhren, wie sie digitale Spiele auf Barrierefreiheit testen können.
Eines der Hauptformate des Tages war das Netzwerken. Zum Einstieg, während der Stationen, in den Pausen und beim abschließenden Netzwerken wurde immer wieder Raum geschaffen für Gespräche unter den Fachkräften. So wurden viele Ideen und Ansätze ausgetauscht, wie Medienprojekte in der offenen Jugendarbeit für alle umgesetzt werden können.

Die nimm!-Workshopreihe Inklusiv und digital! bietet weitere Gelegenheiten, um einfache Methoden kennenzulernen und in den Austausch zur Inklusiven Jugendmedienarbeit zu gehen.
