Assistive Technologien entdecken bei der Stiftung barrierefrei kommunizieren!: Techquest-Test am 26.04.2018

Ein Mann und eine Frau testen VergrößerungstechnologienAm 26. April 2018 stellte die Stiftung barrierefrei kommunizieren! im Rahmen der Berliner Stiftungswoche erstmals ihr neues Angebot zum Interagieren mit dem Erlebnisparcours vor: Das Techquest Assistive Technologien. Im Rahmen der Berliner Stiftungswoche hatten die Besucher*innen in ihrer Funktion als „Beta-Tester“ die Gelegenheit, das Techquest zu erproben und mit kritischen Hinweisen das Techquest zu verbessern.

2 Frauen kommunizieren mit dem iPad und MetatalkÜber assistive Technologien zu informieren, zu beraten und zu sensibilisieren ist die Aufgabe der Stiftung barrierefrei kommunizieren! Wie können Menschen mit Behinderung mit assistiven Technologien digitale Medien nutzen, kommunizieren und lernen? Welche Entwicklungen gibt es auf dem Markt? Was können „Mainstream-Technologien“ wie zum Beispiel das iPad dabei leisten? Um insbesondere Menschen, die noch gar keine Berührungspunkte damit haben an das Thema heranzuführen, Berührungsängste gegenüber Menschen mit  Behinderung und Technik abzubauen, hat die Stiftung vor einigen Jahren den Erlebnisparcours entwickelt. An mehreren Stationen können Besucher*innen der Stiftung assistive Technologien selbst ausprobieren. Um dieses Konzept auf neue, frische und spannende Füße zu stellen, haben wir in den vergangenen Monaten ein Techquest entwickelt. Das Techquest verbindet Infos, Videos, Anleitungen und Aufgaben zu den Stationen des Techquests in einem interaktiven, multimedialen E-Book:

  • Station 1: Alternative Steuerung: Kopfmaus
  • Station 2: Augensteuerung
  • Station 3: Vergrößerungstechnologien für Sehbehinderte
  • Station 4: Spracherkennung und Sprachsteuerung
  • Station 5: Objekt- und Punktscanning mit Taster
  • Station 6: Unterstützte Kommunikation – Metatalk
  • Station 7: Bedienunghilfen in iOS
  • Station 8: Rollstuhlsimulator mit Spezialjoystick

Eine Frau bedient ein Tablet, vor ihr ein Mann im Rollstuhl

 

 

Das E-Book wurde mit der App Book Creator gestaltet – eine einfach bedienbare App zum Gestalten von E-Books, die häufig auch in Schulen eingesetzt wird und sich für inklusive Zwecke auch daher sehr gut eignet, weil sich Inhalte in Text, Bild, Video und Audio vermitteln lassen, so dass es unterschiedlichen Kommunikationsbedarfen entgegenkommt. Parallel dazu fügten die Techquest-Teilnehmenden ihre Antworten, Kommentare, Fotos und Videos in ein Bearbeitungsdokument ein. Dahinterstehende Idee: Die Teilnehmenden sollten die „Mainstreamtechnologien“ iPad als Werkzeug für inklusive Medienprojekte sowie als assistive Technologie selbst kennen und verstehen lernen.

Zwei Frauen steuern den Computer mit TasternAuch die eingebundenen Videos sind spannend und  vermitteln weitergehende Informationen. Sie zeigen Nutzerinnen und Nutzer assistiver Technologien in alltäglichen Situationen, in der Schule, beim Arbeiten am Computer, beim Lernen, bei der Kommunikation…Denn im Rahmen einer einfachen Ausprobier-Station ist es zum Beispiel schwierig die Potenziale der Taster-Steuerung für Menschen mit schweren motorischen Einschränkungen zu vermitteln. Hier besteht die Gefahr, dass bei den Besucher*innen nur der Eindruck haften bleibt, die Steueurung mittels Tastern sei nur mühsam, ineffektiv und unproduktiv. Sieht man parallel dazu ein Video, in dem der Australier Christopher Hills demonstriert, wie er mittels Kopftaster seinen Computer steuert und Videos schneidet, entsteht ein ganz anderer Eindruck bzw. fängt man überhaupt erst an, das dahinterstehende Bedien-Prinzip zu verstehen.

 

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