Weiterbildung Inklusive Medienpädagogik modular 2015 startete am Wochenende +++ Achtung! Für die nächsten Module noch Plätze zu vergeben!

Fotoaufnahme vor dem Greenscreen: Teilnehmende sind stumm und im RollstuhlAm 28.08. war es wieder soweit: Das 1. Modul der Weiterbildung Inklusive Medienpädagogik modular startete im schönen Bennohaus in Münster. Auch wir waren wie immer aufgeregt und gespannt, die neuen Teilnehmenden kennen zu lernen. Wie in den vergangenen Jahren waren die beruflichen Hintergründe sowie die Erfahrungen in Sachen Medien bzw. Inklusion sehr unterschiedlich – sehr inspirierend, aber auch jedesmal eine Herausforderung für die Dozenten, die Module spannend und gewinnbringend für alle zu gestalten.

Freitag: Bilder von Behinderung – In der Geschichte, in den Medien, in den Köpfen

Teilnehmende der Weiterbildung Inklusive MedienpädagogikFreitag startete mit einer ausführlichen Vorstellungsrunde – das Flipchart bot bald eine beeindruckende Übersicht über die versammelten Kompetenzen. Im Rollenspiel „Denkmalstreit“ (Quelle: Deutsches Institut für Menschenrechte) diskutierten die Teilnehmenden über ein angemessenes Denkmal für Präsident Roosevelt: Mit Rollstuhl? Ohne Rollstuhl? Oder gar nur abstrakt? Klar wurde, dass die Wahrnehmung von Behinderung auch etwas ist, was durch gesellschaftliche Diskurse miteinbeeinflusst wird und dadurch wandelbar ist. Dies wurde auch durch den anschließenden Input über die Darstellung von Behinderung in den Medien deutlich: Die Teilnehmenden analysierten und diskutierten mediale Darstellungen von Behinderung (Foto, Presse, Werbung) und konnten dabei „Bilder in den Köpfen“ reflektieren. Nach einem Input zum Thema Hörbehinderung von einer selbst hörbehinderten Dozentin wurde dann in Gruppen diskutiert, mit welchen Barrieren Teilnehmende mit Seh-, Körper-, Lern-, Sprach- und Verhaltensbehinderung möglicherweise in inklusiven Projekten konfrontiert sind und wie diese überwunden werden können.

Samstag: Einführung in die inklusive Medienarbeit

Gruppenaufgabe: Teilnehmende sind seh- und hörbehindertAm Samstag konnte dies ganz praktisch bei verschiedenen Aufgaben erfahren werden. Die Teilnehmenden schlüpften reihum in verschiedene „Behinderungsrollen“, lösten gemeinsam Aufgaben (z. B. Papierturm bauen) und setzten eigene kleine Medienprojekte um (z. B. Fotoprojekte mit Greenscreen, Audio-Rätsel und Geräusche-Rallye). Zwar sind derlei Selbsterfahrungs-Übungen immer kritisch-reflektiert anzugehen, trotzdem bieten sie auch gute Aha-Momente, z. B. wie schnell Teilnehmende mit bestimmten „Behinderungen“ in welchen Gruppenprozessen „außen vor“ sind. Wie man inklusive Projekte plant, organisiert und realisiert, welche Probleme auftreten können, wie sie gelöst werden und welche rechtlichen Aspekte zu beachten sind, war Thema des nächsten Blocks. Abschließend wurden am Nachmittag einfache Projektideen mit Medien in Gruppen umgesetzt, die sich aufgrund ihrer Niedrigschwelligkeit und Adaptierbarkeit für die verschiedensten Kontexte gut für inklusives Arbeiten eignen: Fotostory und Trickfilm mit dem Tablet, QR-Code-Rallye, Kurzfilm und Hörspiel…

Weiterbildung 2015 ist jetzt MODULAR – Jetzt anmelden für die freien Plätze der nächsten Module!

Fotoaufnahme vor dem Greenscreen: Ein Teilnehmender im Rollstuhl wird in Position geschobenInsgesamt war es wieder dank der Gruppenchemie ein toller Einstieg, wir freuen uns schon auf die weiteren Module. Wir bieten die Weiterbildung in diesem Jahr erstmals modular an, damit auch Interessenten zum Zuge kommen können, die nur einzelne Themen vertiefen möchten und nicht die Kapazitäten haben, an einer ganzen Weiterbildung teilzunehmen. Für die nächsten Module sind noch Plätze für Modul-Interessenten frei! Infos zu den nächsten Modulen gibt es hier. Weitere Infos zu den Modulen und zur Anmeldung gibt es bei Carola Werning: c.werning[at]tjfbg.de.

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