Bewegungsunfähigkeit und Bewegungseinschränkungen

MundmausMotorische Behinderungen können die Anwendung von Standard-Eingabegeräten wie Maus, Tastatur, Touch-Pad bzw. Oberfläche auf ganz unterschiedliche Art und Weise schwieriger bis unmöglich machen. Für Menschen mit Bewegungseinschränkungen bis hin zur Bewegungsunfähigkeit gibt es daher ganz unterschiedliche Eingabe-Alternativen.

Beispiele dafür sind Spezial-Tastaturen mit, je nach Bedarf größeren oder kleineren, schwer- oder besonders leicht gängigen Tasten. Zusätzlich kann ein Fingerführraster verhindern, dass mehrere Tasten zugleich gedrückt werden. Funktionen wie die Anschlagsverzögerung oder Einrastfunktion unterstützen zusätzlich. Anstelle einer „normalen“ Maus können auch Joystick, Fußmaus, Mundmaus oder Kopfmaus verwendet werden.

Für Menschen mit starken Einschränkungen der Motorik gibt es Taster, die zusammen mit der Scanning-Funktion genutzt werden können. Hierbei wandert eine Linie von oben nach unten bzw. von links nach rechts über den Bildschirm, am Treffpunkt der Linien, der durch Tastendruck markiert wird, wird ein Link ausgelöst. Taster bzw. Schalter gibt es in allen möglichen Größen, Formen und Ausführungen.

Bewegungsunfähige Menschen können Augensteuerung nutzen. Hierbei wird durch Verweilen über einen Punkt bzw. Blinzeln ein (Doppel-)Klick ausgelöst. Bei Bewegungseinschränkungen ist auch Sprachsteuerung und Spracheingabe eine Möglichkeit, vorausgesetzt, die (Aus-) Sprache ist gut.

Auch Menschen, die chronische  Schmerzen in Armen und Händen haben, oft hervorgerufen durch die Arbeit am Computer (“Maushand”, RSI-Syndrom), benötigen z. T. alternative Eingabetechnologien, z. B. ergonomische Tastaturen und Mäuse, aber auch Spracheingabe via Diktiersoftware)

Weitere Infos

Mundmaus IntegraMouse: Bericht über Deejay Ridinaro 

Angela Jansen im Interview – „Mein größter Freiraum ist mein Kopf”, brandeins, 01/2011

Sehenweh.org – Seite für RSI-Betroffene, die über Eingabealternativen informiert