Inklusives Medienprojekt eines Bundesfreiwilligendienstleisters

Im Rahmen seines Freiwilligendienstes muss jeder Freiwillige der tjfbg gGmbH ein Projekt in seiner Einsatzstelle durchführen. Für unseren BFDler bedeutet dies, dass dies ein Medienprojekt im Kinder und Jugendbereich sein sollte. Letztendlich hat er sich dazu entschlossen mit den Kindern und Jugendlichen des Jugendzentrums Hip in Bonn-Beuel einen Trickfilm zu drehen.

Aussenwand eines Jugendzentrum mit Graffiti Jugendzentrum

Graffiti

 

In der Planungsphase hat er Kollegen und zusätzlich die Website www.bricktrick.de zu Recherchezwecken genutzt, um sich über die verschiedenen Arten des Trickfilms, den Aufbau, die Aufnahme und der notwendigen Technik eines solchen zu informieren.
Denn das was man mit einer Videokamera so leicht aufnehmen kann, ist bei einem Trickfilm viel Arbeit. Wir nehmen bei einem Film eine Bewegung nur deshalb wahr, weil viele (meist 24) Einzelbilder dieser Bewegung mit winzigen Veränderungen hintereinander abgespielt werden. In einem Trickfilm müssen diese Bewegungen aber entweder alle gezeichnet werden, Zeichentrick, oder eben mit der Kamera Bild für Bild geknipst werden während die Figuren verändert werden, zum Beispiel wie beim Knetgummifilm „Wallace & Gromit“.

Vorbereitungen

Seine Überlegungen haben dazu geführt, dass sein Trickfilm im Grunde mit Legosteinen und -figuren gedreht werden soll, für Hintergründe aber Papier und für weitere Gegenstände auch Knete benutzt werden soll.

Einerseits geschieht dies aus praktischen Gründen, da unser Freiwilliger seine eigenen Legobausteine zur Verfügung stellt und diese für ein komplettes Set unzureichend sind, andererseits ist er sicher mit der Knete die Kinder eher zum Mitmachen bewegen zu können.

Eingangstüre des Jugendzentrums HIP

Jugendzentrum HIP in Bonn

Er hat das Projekt durch die Leiterin des Jugendzentrums ankündigen lassen und notwendige Materialien eingekauft. Den Computer und das Bearbeitungsprogramm für den Trickfilm (http://animatordv.com/download_free.php) gibt es auch in einer Freeware Version. Zur Audiobearbeitung setzt er die Open-Source-Software „Audacity“ http://audacity.sourceforge.net/ ein. Die Kamera, sowie ein Mikrofon wurde ihm im Rahmen des Projekts „Gemeinsam in die Zukunft“ von barrierefrei kommunizieren! zur Verfügung gestellt .

Als Programm zum Filmschnitt der Filmschnitte aus Animator und der Audiofiles nutzt er Windows Movie Maker (standardmäßig auf Windows vorhanden). In dem Umgang mit den Programmen wurde er intensiv eingearbeitet.

Projektstart

Am ersten Tag seines Projektes ging er noch etwas zögerlich zu werke, aber bald fanden sich einige Kinder denen es Spaß machte mit den Legosteinen zu spielen und die auch Interesse zeigten an dem Trickfilmprojekt mitzuarbeiten.
So entstand im Laufe dieses Nachmittags schon ein grobes Konzept: für die Story, um einen Banküberfall sollte es gehen.

Am nächsten Termin fanden sich bereits mehr Interessierte die ausgiebig mit dem Lego und der Knete spielten. Auch erklärten sie sich schnell dazu bereit Hintergründe für die Szenerie zu malen und die Geschichte weiterzuentwickeln.

Da die großen Sommerferien näher rücken hat unser Freiwillige sich an die Arbeit gemacht ein Drehbuch zu verfassen, um ein klares Konzept des Films und der Dialoge zu haben, falls die Kinder nicht mehr dazu kommen.

Besonders gefreut hat uns als barrierefreie Einrichtung die Einbindung eines Kindes mit ADHS Diagnose in das Projekt. Mit viel Geduld hat unser Freiwillige es dazu überreden können die Kulisse mit zu gestalten und aktiv am Projekt mitzuarbeiten indem es eine kleine Sprechrolle übernahm.

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