Smartphones – für Blinde und Sehbehinderte

Smartphone

Symbol für Smartphone

Da das US-Unternehmen Apple schon immer gerne eine Vorreiterrolle spielte, kam auch mit dem Produkt Siri auf dem iPhone 4 S die erste Sprachsteuerung für Smartphones aus diesem Haus. Der Vorteil dieses Systems für Blinde oder Sehbehinderte ist die Steuerung des Geräts nur über Sprachbefehle. Nun scheint sich die Sprachsteuerung als Standard durchzusetzen. Auch der Hersteller Samsung kommt mit einer Sprachsteuerung (S-Voice) auf den Markt, die der gleichen technischen Konzeption folgt.
Für die Sprachsteuerung Siri wurden schon weitere Apps entwickelt, wie TouchPad Siri, das die Texteingabe über Siri auf einen Desktop-Rechner zulässt, siehe Artikel auf giga.de.
Weitere Infos über die neue S-Voice Sprachsteuerung in dem neuen Galaxy S-III gibt es unter anderem hier im Artikel des Heise Verlags.

Es gibt auch Bedenken hinsichtlich des Datenschutzes der über Siri oder S-Voice getätigten Eingaben. Die Ausgabeberechnungen erfolgen nicht lokal, sondern erfolgen über einen Server. Die Firma IBM hat ihren Beschäftigten die Nutzung der Sprachsteuerung und -eingaben untersagt, da somit Firmengeheimnisse nach außen gegeben werden. Wie lange die Daten gespeichert werden oder wer Zugriff auf die Daten hat ist nicht bekannt.

Einen guten deutschen Sammelthread für Blinde und Sehbehinderte zum Thema Apps für Android-Systeme findet man bei www.androidpit.de.

Smartphones für Taube oder Hörgeschädigte

Das mit Hilfe von einer vorderen Kamera oder per SMS auch für Taube und Hörgeschädigte die Fernkommunikation möglich ist, ist nicht neu. Aber mit Hilfe von Apps und zusätzlicher Hardware können auch andere Lösungen erbastelt werden. So bin ich auf diesen Artikel von Rollingplanet gestoßen.

Diese Lösung ersetzt traditionelle Ringschleifenverstärker für Hörgeschädigte, die ansonsten in Besprechungen oder Konferenzen eingesetzt werden. Das iPhone wird mittels eines besseren Mikrofons und Kopfhörer aufgerüstet. Mit einer App, die es ermöglicht die Ausgabe z.B. nur auf ein Ohr zu stellen und eine Verstärkung der Ausgabe zulässt, wird diese Lösung erzielt.

9 Kommentare zu “Smartphones – für Blinde und Sehbehinderte”

  1. Ben sagt:

    Nach dem ersten Absatz kann man es schon nicht ertragen weiter zu lesen: Sprachsteuerung gab es schon weit vor Apple’s Siri. Versucht wenigstens etwas zu recherchieren

  2. André Naujoks sagt:

    Wichtig für ein Sprachsteuerungssystem für Menschen mit Sehbehinderung ist die Sprachsynthese, die akustische Rückmeldung ob das Gesprochene auch so erkannt und umgesetzt wird, eine reine Spracherkennung reicht hier nicht aus oder Bedarf bei der Umsetzung in Text zusätzlich einer Text-to-Speech Anwendung.
    Diesen Unterschied herauszustellen fehlte durchaus in diesem Artikel.

  3. Zehra sagt:

    Meine Frage lautet: stimmt es, dass man als blinde Person praktisch alle Androit-Geräte benutzen kann, wenn dort eine bestimmte Androit-Version drauf ist? Ich würde mich sehr auf eine Antwort freuen

  4. Yu vi nes sagt:

    Finde ich super!!

  5. Peter Brauner sagt:

    Suche für vollblinden Spastiker ein HANDY das nur über Sprachsteuerung funktioniert -außer ev. Ein-Ausschaltknopf, nur zum telefonieren und SMS vorlesen, und um Geldscheine zu erkennen. Gibt es sowas?? Wenn man in Handyladen fragt kennt sich keiner aus. Danke für Antwort.

    • Carola Werning sagt:

      Hallo Herr Brauner,

      ich leite Ihre Anfrage an unsere technischen Berater weiter und melde mich bei Ihnen, falls es noch Tipps gibt. Meiner Meinung nach könnte das iPhone passen: Komplette Sprachsteuerung über Siri, Screenreader VoiceOver soll gut funktionieren, Apps und Co für Geldscheine, Farb- und Texterkennung gibt es auch jede Menge…Allerdings müsste vor einer Anschaffung sicherlich getestet werden, ob es grundsätzlich in Frage kommt!

      Viele Grüße, Carola Werning/ Redaktion

    • Carola Werning sagt:

      PS: Unsere Berater empfehlen ebenfalls das iPhone in diesem Falle, insbesondere aufgrund der gut funktionierenden Sprachsteuerung. Das iPhone lässt sich über Halterungen auch am Rollstuhl befestigen, so dass man keinen “Absturz” befürchten muss.

      Ansonsten kann man gerne auch noch das Projekt INCOBS anmailen, diese sind Experten im Bereich Technologien für Blinde und Sehbehinderte: http://www.incobs.de

  6. artikel sagt:

    Moin. Ich bin per Zufall hier gelandet. Aber dennoch möchte ich ihnen ein Kommentar da lassen, da
    ich ihren Weblog äußerst informativ finde.

    Mit freundlichen Grüßen

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