Nichts geht mehr… Coaching-Angebot von Nimm! on tour 2017 restlos ausgebucht

Schon drei Monate vor Ende des Projektes Nimm! on tour 2017 (gefördert vom Ministerium für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration des Landes NRW) sind alle Coachingplätze vergeben. Die letzten Plätze sicherten sich ein Jugendtreff aus Recklinghausen sowie eine Teilnehmerin unseres Barcamps aus Herzogenrath.
Monatlich wird im Rahmen des Angebotes „5 Stunden für Inklusion“ eine Einrichtung der offenen Jugendarbeit aus NRW im Bereich inklusive Medienarbeit geschult. Die Besonderheit ist hierbei, dass nicht die pädagogischen Fachkräfte der Einrichtung zu einer Fortbildung fahren, sondern Coach Selma Brand (Inklusionsscout und Projektleitung) die Einrichtungen besucht.
In einem ca. halb- bis einstündigen Vorgespräch werden hierzu alle Details geplant:

  • Mit welcher Gruppe ist das Angebot geplant? Welche Beeinträchtigungen sind vorhanden?
  • Haben die Pädagogen bereits Erfahrung mit der Gruppe und mit Medienprojekten allgemein?
  • Mit welchen Medien möchte die Einrichtung primär arbeiten?
  • Welche technische Ausstattung ist vorhanden?

Wichtig ist es, dass nach dem Coaching weiterhin inklusive Medienprojekte in der Einrichtung durchgeführt werden können. Deshalb lag der Fokus vor allem auf niedrigschwelligen Aktionen, die einfach und mit kleinen technischen Ressourcen durchgeführt werden können. In Bochum porträtierten sich so z.B. junge Geflüchtete in Form von Collagen selbst. Diese erstellten sie auf ihren Smartphones mit Hilfe der Kamera und einer entsprechenden App. Die Produktion weiterer Medienprodukte wie einem eigenen Comic ist geplant.

In anderen Einrichtungen sind z.B. ein kleines Radioprojekt, ein Musik-Audio-Projekt oder kleine mediale Impulsaktionen zur Integration aller in die Einrichtung geplant. Die Fachkräfte können sich im Laufe des Jahres immer wieder Rat und Tipps für weitere Angebote beim Coach holen, auch neue Ideen und Konzepte für Folgeprojekte werden hier besprochen.

Die am Coaching beteiligten Einrichtungen werden über ihre Erfahrungen und den Start der Mediengruppen nach einigen Wochen auf unserem Blog berichten. So sollen auch diejenigen, die leider keinen Platz mehr beim Coaching-Angebot erhalten haben, von den Berichten profitieren und Inhalte nach Möglichkeit auf eigene Gruppen übertragen können.

Coach Selma Brand sagt über das Coaching „Es ist toll zu sehen, wie immer mehr Einrichtungen inklusive Medienarbeit in ihre Angebote aufnehmen.“ Dabei müsse es gar nicht immer der aufwendig produzierte Spielfilm sein, der die Jugendlichen in die Einrichtung zieht. Vielmehr fragen die Fachkräfte nach kleinen Aktionen, die man jeweils an ein- bis zwei Nachmittagen realisieren kann.

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