Inklusives Musikvideoprojekt

Im Rahmen des Medienprojekts ‚zoom in’ entstand ein Musikvideo zum Song ‚We are’  der Band ‚Amy Sin’. Die Band stand gemeinsam mit Bewohnern eines Wohnheims für Menschen mit chronischen psychischen Erkrankungen, Augusta Hardt Heim (AHH), vor der Kamera.Mitwirkende des Medienprojekts

Das Projekt wurde begleitet von einer Medienpädagogin und einem Medienpädagogen. Diese führten im Vorfeld des Drehs mehrere Treffen mit den Bewohnern und Mitgliedern der Band durch. Der Ablauf der Dreharbeiten wurde auf diesen Treffen ausführlich besprochen. Es wurde ausgelotet, was die Bewohner bereit wären beim Dreh zu tun. Auf diesen Treffen erfolgte auch das gegenseitige Kennen lernen der absolut unterschiedlichen Gruppen.

Drei Teilnehmende des Projektes vor der KameraMusik spielt im Leben der Bewohner des Augusta Hardtheim eine wichtige Rolle. Allerdings hören die dort lebenden Menschen eher Schlagermusik. Die Band Amy Sin dagegen hat ihre Wurzeln im Indierock. Musikalisch prallten also Welten aufeinander.

Nach den gemeinsamen Vorbereitungen wurde entscheiden das Video an einem Studioset im Jugendzentrum ‚Die Welle’ zu drehen. Ein weiterer Vorbereitungstermin wurde genutzt um die Räumlichkeiten kennen zu lernen. Die Dreharbeiten erfolgten zu einer Zeit an dem kein normaler Betrieb war. Trotzdem gingen die Bewohner des Wohnheims den für sie großen Schritt in eine neue Umgebung. Da einige auch körperlich eingeschränkt sind, war es ein großer organisatorischer Aufwand.

Zwei Teilnehmende des ProjektesDoch sowohl die Bewohner als auch die Betreuer des AHH nahmen diese Strapazen gerne auf sich, um beim Abenteuer Videodreh mit dabei zu sein.

An zwei Samstagen wurden die Dreharbeiten durchgeführt. Beim zweiten Dreh wurde allerdings überwiegend mit der Band gearbeitet.

Ein hilfreiches Utensil bei den gemeinsamen Dreharbeiten war eine Verkleidungskiste in der sich alle Beteiligten bedienen konnten. Von dieser Gelegenheit des Verkleidens wurde viel Gebrauch gemacht und es lockerte die Stimmung. Alle Beteiligten hatten viel Spaß beim Dreh.

Zwei Teilnehmende des ProjektesDie Stimmung war geprägt von gegenseitigem aufeinander Einlassen aller beteiligten Personen.

Die Musik als verbindendes Element erledigte dann den Rest.

Alle Beteiligten waren am Ende sehr zufrieden mit dem fertig gestellten Musikvideo.

Ein solches Projekt eignet sich sehr gut auch für inklusive Medienprojekte mit jüngeren Menschen. Voraussetzung ist natürlich eine Band, die bereit ist mit zu wirken.

Je nachdem, wie interessiert die Jugendlichen sind, ist es möglich diese auch in die aktive Medienarbeit bei Planung, Dreh und Schnitt mit einbeziehen.

Und hier das Video – Amy Sin – We are:

Quelle: http://www.youtube.com/watch?v=nPfp6qLuIdI&feature=player_detailpage

 

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