Fortbildungstag 5: Sicher in sozialen Netzwerken am 18.01.2017 im Bennohaus Münster. Bericht von Nadja Zaynel

Teilnehmende des Fortbildungstag Sicher in sozialen NetzwerkenAm 18. Januar 2017 fand im Bürgerhaus Bennohaus - einem der fünf Kompetenzzentren für Inklusive Medienarbeit in NRW – der fünfte und letzte Fortbildungstag im Rahmen von Nimm! on tour statt. Das Thema „Sicher in sozialen Netzwerken“ wurde vermittelt von Nadja Zaynel. Sie promoviert an der Uni Münster über die Mediennutzung von Heranwachsenden mit Down Syndrom, ist als Inklusion-Scout für Nimm! aktiv und Sprecherin der GMK-Fachgruppe „Inklusive Medienbildung” (zusammen mit Prof. Dr. Ingo Bosse, Stephan Pfurtscheller).

Insgesamt nahmen 15 Personen an der Fortbildung teil, die mit dem Thema soziale Netzwerke in ihrer täglichen Arbeit in Kontakt kommen. Die Mehrheit der Teilnehmenden arbeitet selbst mit Jugendlichen oder mit Menschen mit Lernschwierigkeiten, sei es in der Behindertenhilfe oder in der aktiven Mädchenarbeit. Einige bilden selbst Personen in ihrer Einrichtung aus und haben somit eine Multiplikatorfunktion in der Erwachsenenbildung. Während des Fortbildungstages gab es neben ertragreichen Diskussionen immer wieder praktische Übungen, die mit den angesprochenen Zielgruppen Jugendliche, Menschen mit Lernschwierigkeiten und Multiplikatoren durchgeführt werden können.

Koffer mit Sachen, die auf dem Smartphone als App integriert sein könnenAls Kennenlern-Übung sollten die Teilnehmenden ein analoges Facebook-Profil mit ihrem Namen, der Einrichtung, in der sie arbeiten, ihren Erwartungen an den Fortbildungstag sowie ihrer Statusmeldung verfassen. In dem thematischen Block „Aufwachsen in digitalen Welten“ wurden aktuelle Trends in der Medienlandschaft besprochen und über Kuriositäten wie die Smartphone-Bodenampel, der Smartphone-Gehweg oder dem Bluetooth Schnuller für Babys, mit dem die Körpertemperatur gemessen werden kann, gelacht. Zum Abschluss wurde die Methode Smartphone-Koffer vorgestellt, in der alle erdenklichen Apps auf einem Smartphone in Form von Gegenständen tatsächlich physisch in einem Koffer mitgebracht werden.

Es wurde weiter diskutiert und dabei die besonderen Belange von Menschen mit Lernschwierigkeiten und deren Verständnisschwierigkeiten und Barrieren im Internet besprochen, um danach mit aktiven Methoden zu zeigen, wie das Verständnis verbessert und wie Barrieren überwunden werden können. Dabei wurden unterschiedliche soziale Online-Netzwerke wie Facebook, Instagram, YouTube und Snapchat besprochen. Auch WhatsApp als Kommunikationsdienst wurde behandelt. Einerseits wurden die wichtigsten Funktionen und Sicherheitseinstellungen besprochen, andererseits wurden Themen angeregt, die zu den einzelnen Netzwerken besprochen werden können.

So wurden die folgenden Fragen mit aktiven Methoden veranschaulicht:

Zwei Äpfel, drei Zeittel mit der Aufschriften: Bitte sei lieb zu mir, Bitte nicht anfassen, Mich darfst du beschimpfen

  • Wie wähle ich ein Profilbild aus?
  • Was ist ein Hashtag und wie verwende ich diesen?
  • Woher weiß ich, was ich online posten kann und was nicht?
  • Woher weiß ich, wer mein Freund ist und wer nicht?
  • Was kann ich präventiv gegen Cybermobbing tun?
  • Wie geht man mit Sexting und Online-Dating um?

Teilnehmende des Fortbildungstags 5 Sicher in sozialen Netzwerken

Am Ende des Tages blieb kaum Zeit um alle weiteren tollen Ansätze zu besprechen, die die Teilnehmenden bereits in ihrer täglichen Arbeit anwenden, um so Menschen mit Lernschwierigkeiten, Jugendlichen und Multiplikatoren in ihrer aktiven Medienaneignung und der Entwicklung von Medienkompetenz zu unterstützen.

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