Computerspiele und Barrierefreiheit – Eine Checkliste von Inklusions-Scout Daniel Heinz (ComputerProjekt Köln e.V./ Spieleratgeber NRW)

Symbol Games AccessibilitySchon Friedrich Schiller schrieb im Jahre 1795: “Der Mensch spielt nur, wo er in voller Bedeutung des Worts Mensch ist, und er ist nur da ganz Mensch, wo er spielt.”
Im Spiel lernen Kinder und Jugendliche einander kennen, entwickeln soziale Fähigkeiten und sind allgemein beliebt. Gerade deshalb sind inklusive Projekte zum Thema „Games“ in Jugendarbeit und Schule sehr interessant.

Bedeutung von Games

Heranwachsende mit Behinderungen weisen Computerspielen oft eine besondere Bedeutung zu. Für manche ist es das Fenster zur Welt und sie können ihre Erfahrungs- und Handlungsräume erweitern. Beispiel sind Bewegungsspiele oder das freie Agieren in virtuellen Welten. Des Weiteren ermöglichen Computerspiele Menschen mit und ohne Behinderungen soziale Kontakte in Spielgemeinschaften und eine Begegnung „auf Augenhöhe“.

Voraussetzungen für inklusive Games-Projekte

Bedingung für die gleichberechtigte Nutzung ist die Zugänglichkeit von Games (Accessibility). Wer also in Jugendarbeit und Schule inklusive Projekte mit Computerspielen anbieten möchte, sollte bereits bei der Auswahl von Spielen mögliche Barrieren mitdenken, um diese ggf. mit assistiver Technologie oder persönlicher Begleitung zu kompensieren. Nur so kann sichergestellt werden, dass möglichst viele Kinder und Jugendliche daran teilhaben können.

Hinweise zu den Kriterien

Die Kriterien für Zugänglichkeit von Spielen stammen ursprünglich von dem englischsprachigen Angebot für Spiele-Entwickler “Game accessibility Guidelines”. Wir haben Kriterien mit besonderem Augenmerk auf leicht vermeidbare Barrieren übersetzt und für unsere Zielgruppe Eltern, Pädagoginnen und Pädagogen sowie Lehrerinnen und Lehrer aufbereitet.

Selbst die Erfüllung aller hier genannten Aspekte machen ein Spiel nicht vollständig barrierefrei! Allerdings wächst der davon profitierende Personenkreis. Im englischsprachigen Original findet sich die komplette Liste mit hilfreichen Kommentaren, Veranschaulichungen und Links.

Hier geht es zur Checkliste von Spieleratgeber NRW

Die Richtlinien für die Zugänglichkeit von Computerspielen im Original (Englisch)

Ein Kommentar zu “Computerspiele und Barrierefreiheit – Eine Checkliste von Inklusions-Scout Daniel Heinz (ComputerProjekt Köln e.V./ Spieleratgeber NRW)”

  1. Und wer nicht genug hat … es gibt mindestens 12 parallel existierende Empfehlungen.

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