Assistive Techniken in Browsern

Die drei Buchstaben www stehen für world wide web

World Wide Web

Browser gibt es einige und diese zeichnen sich durch unterschiedliche Angebote an assistiven Technologien aus.

Die gängigen Browser unterstützen grundsätzliche Techniken, wie z.B. die stufenweise Vergrößerung einer Website. Vor einem Jahrzehnt mussten die Programmierer einer Website diese Technik noch einbinden. Der Browser Opera war der Erste, der mit akustischen Signalen, umfangreichen Tastaturkürzeln und Mausgesten Menschen mit verschiedenen Einschränkungen den Zugang zu Websites vereinfachte. Weitere Informationen auf http://de.opera.com/support/access/.

Informationen über assitive Techniken im Internet Explorer befinden sich auf einem Word 2010 Dokument hinter diesem Link: http://www.microsoft.at/admp/46FD02AD-B589-4D5C-8A20-48A38502EF74/Enable_IE8.docx.

Informationen über die Zugänglichkeit des Firefox-Browsers finden sich unter http://www.mozilla.org/de/firefox/central/#universalaccess.

Webbie ist ein Browser der für blinde und sehbehinderte Menschen entwickelt wurde (http://www.webbie.org.uk/). Er ist als GNU Public Licence V3 kostenlos erhältlich. Nicht lesbarer Content wird ignoriert und nur textliche Inhalte dargestellt. Im Zusammenspiel mit einem Screenreader, wie z.B. Thunder der als Donationsoftware auch kostenlos zu haben ist, ist das eine oft genutzte Lösung.
Auch ist mit dem Webbie die Barrierefreiheit einer Website anschaulich darzustellen. Eine Website wie sie gerade bei vielen Internetprovidern zu finden ist und teilwiese über 100 verschiedene Links neben dem wirklich wichtigen Inhalt aufweist kann nicht als barrierefrei bezeichnet werden.

Der Browser Safari von Apple bietet, auch im Zusammenspiel mit dem MacOS (Betriebssystem) umfangreiche Möglichkeiten, den Zugang zu Websites zu ermöglichen. Hier findet sich sicherlich das umfangreichste Paket an Hilfsmitteln, die vorab in einem Browser integriert sind: http://www.apple.com/de/safari/features.html

Ein etwas anderer Weg

Der Browser von Google, Google Chrome erfreut sich immer größerer Beliebtheit. Datenschützern missfällt, das der Browser Nutzerdaten an Google übermittelt. Aber selbst das  Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik empfiehlt den Google Chrome als sicheren Browser.

Was viele aber nicht wissen, dass der Google Chrome auf einer BSD-Lizenz

Bild des Siegels Common License

Common License Siegel

entwickelt wurde und der Quellcode als Open Source zur Verfügung steht. Es gibt einige Weiterentwicklungen auf dieser Grundlage, die nicht aus dem Hause Google kommen und somit ohne die Weitergabe und Speicherung von Nutzerdaten auskommen. Am bekanntesten der Browser Chromium http://www.chromium.org/Home

So kann jeder der mit dem Quellcode etwas anfangen kann seine eigenen Erweiterungen entwickeln. Google selbst ist jedoch bestrebt, immer wieder Werkzeuge und Erweiterungen für den Chrome oder Webseitenentwickler zur Verfügung zu stellen. Einige interessante Informationen finden sich im Artikel des Heise-Verlags unter:

http://www.heise.de/newsticker/meldung/Google-Tools-fuer-barrierefreies-Web-1629605.html.

Besonders erwähnen möchte ich die Erweiterung Chrome Daltonize! damit kann die Anwenderin und der Anwender Blau-, Grün- oder Rotblindheit einstellen und die Farben auf einer Internetseiten entsprechend umstellen.

Als kostenloser Screenreader für einen Browser ist die Erweiterung ChromeVox https://chrome.google.com/webstore/search/chromevox eine sehr gelungene Lösung. Nur die Haupttastenkombination Steuerung + Alt-Taste und zum Navigieren die Pfeiltasten wird auf vielen neueren Windowssystemen zur Drehung des Bildschirminhalts führen und nicht zum Vorlesen des gewünschten Textes. Hier muss entweder die Möglichkeit des Drehens ausgestellt werden oder in den Optionen von ChromeVox die Tastenkombination geändert werden.

Die Vielfalt der Erweiterungen für den Browser Chrome entwickelt sich sehr schnell. Die Entwicklung ist vergleichbar mit der Schwemme der Apps für Android bei den Smartphones.

So ist „Keyboard Navigation“ ein Hilfsinstrument für diejenigen, die ohne Maus arbeiten und über die Tastatur, schneller als über die Tabulatortaste innerhalb der Links auf einer Website navigieren wollen. Jeder Link bekommt mit diesem Tool einen Buchstaben zugewiesen, über den sich dieser ansteuern lässt.

Weitere sind zum Beispiel: ChromeVis, diese Erweiterung macht es möglich einzelne Textpassagen zu vergrößern, sozusagen eine Markierungslupe. Eine Ergänzung zum Einsatz eines Screenreaders bei Sehbehinderung, wenn z.B. die Schreibweise eines Wortes gelesen werden will. Auch zahlreiche andere Vergrößerungstools können in den Chrome oder Chromium eingebunden werden. Einen Überblick gibt eine Seite im Webstore von google https://chrome.google.com/webstore/category/ext/22-accessibility?hl=de.

 

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